Und los gehts in der YAPEAL Promotion League

  • 05.08.2022

18 statt wie bisher 16 Klubs, zwei weitere U-Teams - und ein Challenge-League-Absteiger, der mit einem neuen Trainer vor einer grossen Herausforderung steht: die YAPEAL Promotion League vor der Saison 2022/23.

Der Absteiger 

Am Ende der vergangenen Saison verabschiedete sich der SC Kriens aus der Challenge League und krempelte darauf vieles im Verein um. Der ehemalige Profi-Fussballer Sven Lüscher, der zuletzt beim Team Aargau die U-18 betreute, stieg bei den Zentralschweizern ein und folgte auf René van Eck. Zu grossen Veränderungen kam es auch im Kader - nicht weniger als acht Spieler wurden vom SC Cham auf das Kleinfeld transferiert.

«Man kann von einem grossen Neuanfang reden», sagt Lüscher, «insgesamt stehen 18 neue Spieler im Kader. Das heisst, wir haben eine grosse Herausforderung zu meistern.» Gewiss, er ist ein Trainer, der Ambitionen hat, aber: Er gibt sich auch vorsichtig. «Nach einem schwierigen letzten Jahr geht es darum, saubere Aufbauarbeit zu leisten. Wir müssen uns den Erfolg auf diese Weise verdienen.»

Lüscher ist sich bewusst, dass die Konkurrenz gross ist. «Es ist schwer abzuschätzen, wie die Kräfteverhältnisse wirklich sind», sagt er, «wir sind nun Teil einer sehr ausgeglichenen, attraktiven Liga.» Eine erste Standortbestimmung liefert der Samstag - die Krienser empfangen um 17.30 Uhr den SC Cham.

Die Etablierten 

Nicht ganz so viel hat sich beim FC Breitenrain nach dessen grandioser letzter Saison getan. Und doch gibt es bemerkenswerte Personalien: Vom FC Biel stiess Loïc Chatton zu den Bernern, die wiederum ihren routinierten Stürmer Marko Dangubic an den neuen Ligakonkurrenten Bulle verloren. Nicht mehr dabei ist Maximilian Dreier: Der 31-jährige Innenverteidiger hat seinen Rücktritt erklärt. «Uns steht eine schwierige Saison bevor», sagt Trainer Martin Lengen, «das Ziel ist dasselbe wie im letzten Sommer: Wir wollen uns von den hinteren Rängen fernhalten und im Mittelfeld etablieren.» 

Relativ überschaubar waren die Transferaktivitäten beim FC Bavois. Dafür tat sich in Sachen Transfers deutlich mehr beim letztjährigen Tabellendritten Chiasso, ausserdem in Cham, bei YF Juventus und Brühl.

Stade Nyonnais, der Tabellenvierte der vergangenen Spielzeit, steigt mit einigen Ambitionen in die Meisterschaft. Aber Sportchef Stéphane Guex betont: «Wir stehen überhaupt nicht unter Druck. Wenn wir in einem Jahr in der Challenge League sind, nehmen wir das gerne. Wenn es nicht klappt, ist das kein Weltuntergang.» Und: «Wir haben zwar den Ehrgeiz, optimal abzuschneiden. Aber für uns hat auch die Ausbildung und Entwicklung junger Spieler einen hohen Stellenwert.»

Zum Auftakt geht es für Nyon am Samstag zum FC Biel, dessen Präsident Dietmar Faes verschiedentlich angetönt hat, dass er mittelfristig mit den Seeländern den Sprung in die Challenge League schaffen will.

Ein spannendes Duell findet gleich in der ersten Runde in Genf statt. Das ambitionierte Carouge erwartet den nicht minder ambitionierten FC Rapperswil-Jona. Heris Stefanachi, der Trainer der St. Galler, blickt der Saison «positiv gestimmt» entgegen, weil er davon ausgeht, dass die Mannschaft an Qualität zugelegt hat. Aber er warnt auch: «Nach den vielen Wechseln geht es darum, dass die Mannschaft zusammenwächst. Natürlich wollen wir gut abschneiden, aber mein Fokus gilt einzig und allein dem Start.»

Die U-Teams

Basel, Zürich und YB sind die bisherigen, St. Gallen und Luzern die neuen U-21-Teams der Liga. Der FCB setzt mit Ognjen Zaric auf einen neuen Trainer, der 33-jährige Österreicher war im Verein schon Assistent von Patrick Rahmen und Guillermo Abascal bei den Profis. Und: Der Klub setzt nicht nur auf Jugend, sondern auch auf Routine. Mit Daniel Pavlovic (34, von Chiasso) und Marco Aratore (31, von Aarau) wurden zwei sehr erfahrene Spieler verpflichtet.

Auch Luzern hat einen neuen Mann an der Seitenlinie, wobei neu in seinem Fall nicht ganz zutreffend ist: Michel Renggli kehrt nach einem Gastspiel in Basel in seine Heimat zurück.

Die Neulinge 

Während St. Gallen und Luzern dank einer Wildcard einen Platz in der YAPEAL Promotion League erhalten haben, schafften Bulle und Baden den Sprung in die dritthöchste Spielklasse dank erfolgreicher Aufstiegsrunde. Trainer der Freiburger ist unverändert Lucien Dénervaud - die Aargauer gehen mit dem neuen Trainer Michael Winsauer in die Meisterschaft. Der Österreicher folgt auf Ranko Jakovljevic, der in die Nachwuchsabteilung des FC Aarau wechselte.

Die Aussichten 

Am Ende der Saison werden die zwei erstklassierten Teams direkt in die Challenge League aufsteigen. Der Tabellendritte erhält ebenfalls eine Chance auf die Promotion: Er trifft in einer Barrage auf den Letzten der Challenge League. (pmb.)

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